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Wissenschaftsblog-Charts | 03/2008

19. März 2008 Einsortiert in Blog-Charts, Cafegespräche

Welches sind die bestverlinkten wissenschaftlichen Blogs? Welche Blogs sind am populärsten? Die 20 Blogs, die innerhalb der vergangenen 6 Monate am häufigsten zitiert und verlinkt wurden, sind in den wissenschaftlichen Blogcharts aufgeführt.

Man kann sicher darüber streiten, ob man unbedingt eine Rangliste der Wissenschaftsblogs braucht – aber jetzt gibt es sie: die Wissenschaftsblog-Charts.

Grundlage ist die “blog authority”, die der Blogindex Technorati angibt. Die regelmäßige Aktualisierung der Rangliste soll die Entwicklung der Wissenschaftsblogs insgesamt und die Verschiebungen und Tabellenveränderungen innerhalb der wissenschaftlichen Blogszene im Detail dokumentieren.

Wenn man in der letzten Spalte “Info” anklickt, dann findet man den jeweiligen Detail-Artikel zum betreffenden Blog hier im Wissenschafts-Café. Dort besteht auch die Möglichkeit den Blog zu bewerten.

Wissenschaftsblog-Charts 03|2008

Die aktuelle Liste basiert auf den Werten vom 15.3.2008.

Die Rangliste soll alle 2-3 Monaten neu erstellt werden. Verzeichnet sind alle deutschsprachigen wissenschaftlichen Blogs, die mir derzeit bekannt sind. Also diejenigen der “großen” Portale (SciLogs und Scienceblogs), dazu die Mitglieder des “Wissenschafts-Cafés” und einige andere. Sollten Blogs vergessen worden sein, dann bitte ich um Hinweise in den Kommentaren.

23 Antworten auf “Wissenschaftsblog-Charts | 03/2008”

  1. Monika // 20. März 2008 | 21:33:

    Das wirft eine interessante Frage auf ;-)
    Macht die Verlinkung von Blogs diese “chartsverdächtig”?


  2. Ralf // 21. März 2008 | 08:48:

    Charts, die auf diese Weise zustande kommen, stehen für mich im Geruch: Masse statt Klasse. Ich mag mich täuschen und will damit die Bestplazierten gewiss nicht herabwürdigen, aber ich fühle mich nicht dazu angeregt, nun eine Klickorgie durch den Chart hindurch zu veranstalten ;-)


  3. Benedikt // 21. März 2008 | 11:17:

    @Monika: Da diese Charts auf der Verlinkung basieren, ist das natürlich ein wichtiger Faktor. Wer viele (und intelligente ;-) Links zu anderen Blogs im eigenen Blog hat, lenkt Aufmerksamkeit auf die eigenen Texte. Daraus können dann neue Links entstehen. Aber das ist nur ein Faktor neben anderen wie zum Beispiel dem Alter eines Blogs, der Postingfrequenz, dem Thema und natürlich der Sprache.

    @Ralf: Nun, man muss einfach nur wissen, was genau in solchen Charts gemessen wird. In diesem Fall: die Anzahl der Links von RSS-fähigen Seiten in den letzten 6 Monaten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was das dann konkret bedeutet und ob man sich in irgendeiner Form daran orientieren möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

    @Marc: Ich bin in meiner Suche nach Wissenschaftsblogs nun schon deutlich über die von dir geschätzten 180 hinaus. Wenn man bedenkt, dass allein im Genussblogticker über 600 Genussblogs verzeichnet sind, halte ich eher eine Anzahl von etwa 250-300 für wahrscheinlich.


  4. Marc // 21. März 2008 | 14:30:

    @Monika:

    Ich denke, daß ich hinreichend erklärt habe, was diese Rangliste abbildet. Es listet die Blogs gemäß ihres Technorati-Ranges auf. Ich schrieb auch, daß damit keine Qualitätsaussage getroffen werden kann und habe u.a. in den Kommentaren auf meinem Blog explizit auf einige Faktoren hingewiesen, weshalb mein Blog oben plaziert ist.

    Ansonsten stimme ich (was diese Frage anlangt) Benedikt zu 100% zu.

    @Benedikt:

    Dein metaroll-Science-Channel ist hier wirklich eine Fundgrube. Ich habe eben nochmal interessiert die ersten 150-160 Plätze durchgesehen. Allerdings will ich zu meiner Ehrenrettung sagen: meine Schätzung bezieht sich auf die Blogs, die im Wissenschafts-Café verzeichnet sind und zusätzlich diejenigen, der beiden Blogportale SciLogs und Scienceblogs. Dazu habe ich eine 20% Dunkelziffer gerechnet.

    In dieser Menge sind allerdings (im Ggs. zu Deiner automatisiert erstellten Liste) nicht enthalten: englischsprachige Blogs, ganz junge Blogs, die erst wenige Wochen bestehen und erst 3-4 Posts enthalten, außerdem Blogs, die seit 3-4 Monaten nicht mehr aktualisiert wurden (stufe ich als Karteileichen ein), dazu kommen u.a. noch Seiten von Fachschaften oder Institutshomepages, die fast ausschließlich Infos zum nächsten Fachschaftstreffen liefern oder bekanntgeben, daß das neue Vorlesungsverzeichnis ausliegt.

    Ich glaube, das erklärt ganz gut die Differenz: Deine >250 und meine ca. 180. Wobei ich gerne zugestehe, daß ich etwas zu konservativ kalkuliert habe und wir heute vermutlich mit 180-200 Wissenschaftsblogs (die diesen Namen verdienen) rechnen können.


  5. Monika // 21. März 2008 | 23:17:

    @ Marc
    Was soll das Wort “Chartsliste” genau bedeuten?

    ……klär mich mal drüber auf, was denn der Ausdruck “Chartsliste” bedeuten soll, wenn Du damit keine Rangliste (Reihenfolge der “Besten”) abbilden möchtest ? Ich meine mich dunkel daran zu erinnern, dass wir eine solche Liste,wie Du sie aufgestellt hast, im Statistikseminar eine “Rangliste” nannten?? Nun, vielleicht liege ich ja hier falsch….

    aber in meinem Inneren, komme ich irgendwie nicht an den hier m.E.enthaltenen Widersprüchen vorbei ;-) Zunächst beziehst Du die Daten ausschließlich von Technorati. Implizit wird also davon ausgegangen, dass die Mehrheit der User “technorati” nutzen und das eigentliche User-Interesse an Blogs sich in der Verlinkungspraxis abbildet? Sofern das verneint wird, formulier ich meine Frage mal so:

    Wenn die Rangliste irgendwie brauchbar sein soll, müsste da nicht sichergestellt sein, dass die meisten Wissenschaftsblogleser auch Technorati nutzen und sich damit dann auch tatsächlich die echte “Besucherquote” damit abbilden ließe? Inwiefern spielen die Anzahl der Beiträge und die Dauer der Internetpräsenz bei der Authority-Zahl eine Rolle?

    Meine Verlinkungen stehen z.B. ausschließlich bei del.icio.us ,im google-Lesezeichen oder im Google Feed-Reader. Da es noch etliche andere Systeme mit ähnlichen Funktionen gibt, habe ich Probleme zu verstehen, was die Chartsliste denn für Außenstehende an tatsächlichen Informationen liefert ?

    Und wie sieht es z.B. mit den vielen Feeds-Abonnenten diverser Feed-Systeme aus? Einerseits bist Du zu Recht äußerst konsequent und verlangst genaue und ordentlich recherchierte Daten, wenn Zeitungen und Magazine über Blogs u.a. berichten und an dieser Stelle verzichtest Du freiwillig wieder auf diese Prinzipien? Mal ehrlich, was hättest Du gesagt, wenn die FAZ oder andere auf diese Art und Weise eine Chartsliste z.B. auf der Grundlage von del.icio.us aufgestellt hätten? Hätte das nicht zu einem Deiner beliebten Postings geführt? ;-)

    Bitte verstehe meine Anmerkungen nicht falsch.Aber: machen wir Wissenschaftsblogger uns damit nicht selbst unglaubwürdig, wenn einmal nach wissenschaftlichen Kriterien geurteilt wird und ein anderes Mal, wenn es um die Darstellung der eigenen Szene geht, man dann äußerst “weiche” Messdaten zugrunde legt? Ich bin ehrlich gesagt, heilfroh, dass Du nicht Feeds, sondern die Technorati-Links gezählt hast, ansonsten wäre ich ebenfalls, aber nicht gewollt, in der Liste gelandet……denn auch die “Feeds-Kategorie” ermöglicht m.E. keine Rangliste.

    In der Musik und anderen Bereichen versucht man für die “Charts” nachvollziehbare Kriterien zugrunde zu legen, damit diese glaubwürdig sind. 6 Manipulation
    Sollten wir im Wissenschaftsbloggenre dies nicht wenigstens so ernst nehmen, wie es z.B. in der Musikszene gehandhabt wird?


  6. Marc // 22. März 2008 | 14:33:

    @Monika:

    Um ehrlich zu sein, kann ich nicht ganz nachvollziehen, wo hier die Verständnisprobleme liegen. Ich habe von Anfang an, mehrmals und eindeutig darauf hingewiesen, worauf sich diese sortierte Liste bezieht: nämlich die Anzahl der Links, die der übergreifende Blogindex Technorati erfaßt.

    Und ich habe (wobei sich das im Grunde von selbst versteht) explizit betont, daß diese sog. “Technorati Authority” kein Qualitätssiegel darstellt. Die Rangliste bildet die meistverlinkten Blogs im wissenschaftlichen Bereich ab – das ist doch nicht so schwer zu verstehen?

    Die Tatsache, daß es bestimmte Dienste gibt, die Lesezeichen, persönliche Links etc. (del.icio.us & Co.) sammeln, trifft natürlich zu, aber die Aussagekraft einer solchen Liste wäre erheblich geringer. Ansonsten steht es jedem Blogger, jeder Bloggerin frei, alternative Bezugsgrößen zu wählen und eine eigene Blograngliste zu erstellen.

    Ich sehe im übrigen auch nicht, daß durch diese Liste die Wissenschaftsblogger insgesamt unglaubwürdig werden – allenfalls fiele das auf mich zurück. Übrigens ist die Technorati-Authority eine durchaus legitime Bezugsgröße, auch wenn es um seriöse wissenschaftliche Blogforschung geht. Sie ist ein Maßstab unter anderen, aber relevant und aussagekräftig.

    Und die Hinweise darauf, daß Besucher- oder Feedleserzahlen nicht berücksichtigt werden, sind zwar zutreffend, aber das wurde auch nirgendwo behauptet! Außerdem ist es (das als Randbemerkung) schlicht so, daß die Zahl der direkten Leser und Feedabonnenten durchaus mit dem Technorati-Wert korreliert. Und eine weitere Randnotiz: wir haben nirgendwo ein verläßliches Tool, um diese Zahlen (Leser/Feeds) zu erheben!

    Ich kann die Kritik in diesen Punkten also beim besten Willen nicht teilen. Übrigens möchte ich doch stark bezweifeln, ob die bloße Anzahl der Visits ein sinnvolleres Kriterium darstellt. Da sehe ich die Aussagekraft doch eindeutig auf der Menge der (qualifizierten) Verweise/Links, die ja immerhin illustrieren, daß ein Blog und/oder Blogpost andernorts auf Resonanz gestoßen ist und einem anderen Blogger ein Postbeitrag oder zumindest einen Link wert war.

    Und die Anmerkung, daß wir doch mindestens so glaubwürdig arbeiten sollten wie die Musikindustrie, kann ich nur irritiert zur Kenntnis nehmen. Oder habe ich hier die Ironie überlesen?

    Alles in allem: die oben veröffentlichten Wissenschaftsblog-Charts bilden genau das ab, was sie beanspruchen. Eine ominöse “Besucherquote” soll damit nicht dargestellt werden, hat mit Technorati rein gar nichts zu tun und lieferte m.E. einen deutlich geringeren Erkenntniswert. Abgesehen davon stehen uns keine geeigneten Daten zur Verfügung.

    Wir hätten etwa die “metaroll”, allerdings mit dem Nachteil, daß diese nicht dynamisch genug ist. Der Einbezug von Diensten à la “del.icio.us” wäre zwar denkbar, aber nach meinem Dafürhalten wäre das Ergebnis deutlich verzerrter.

    Mehr kann und mag ich dazu nicht sagen.


  7. strappato // 22. März 2008 | 16:40:

    Geniale Diskussion. Erinnert an die in der “blogosphäre” vor 3 Jahren. Wer sagt denn, dass technorati richtig zählt? Bis jetzt habe ich noch nirgends gesehen, dass offengelegt woren ist, wie technorati wirklich arbeitet. Dagegen gibt es unzählige Beispiele, dass technorati nicht das macht, was es vorgibt. Abgesehen davon, dass nicht alle blogs bei technorati gelistet sind. Welcher Forscher würde ein Messinstrument benutzen, von dem er die Fehlerverteilung nicht kennt?

    Mal ganz klar: Die Technorati-Authority ist nur eine legitime Bezugsgröße, wenn es um seriöse wissenschaftliche Blogforschung geht, weil es nichts anderes gibt.

    Was will denn der (Wissenschafts)blogger? Möglichst eingebunden in eine Blog-Gemeinschaft sein? Das zählt technorati. Oder seine Gedanken und sein Fach einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren? Das zählt technorati nicht. Ich sehe das als persönliches Problem. Viele blogger haben in ihren Logs nur google-hits oder Links von anderen blogs – und ein paar Stammgäste aus Universitäten, die man nach einer Weile zumindest per IP-Adresse kennt. Wenig Erfolgserlebnisse. Dann kann man sich wenigstens an der technorati-Authority festhalten.

    Was fehlt sind die “qualifizierten Links” von Behörden, Verlagen, forschenden Unternehmen. Ich habe die. Mir geht die “Ich linke dich-du linkst mich” oder der indirekte Bettelei um Besucher per Kommentare irgendwo vorbei, weil es mich meinem Blog-Anspruch nicht näher bringt. (sorry daher auch kein link).

    Also: Vor jedem Ranking steht die Zielfindung. Was will ich, wie komme ich dahin, wie kann Fortschritte bewerten? Muss ich mein bloggen dafür ändern? Mag sein, dass technorati-Authority für die Evaluation hilfreich ist, das wird aber nur bei einem Teil der Fall sein. Der Rest kann ganz entspannt das auf technorati beruhende Ranking betrachten.


  8. Monika // 22. März 2008 | 16:45:

    @ Marc,
    nun weiß ich immer noch nicht, was Du unter “Charts” verstehst. Denn umgangssprachlich sind damit doch die “Besten” gemeint. Und für mich wäre die logische Schlussfolgerung, wenn man eine solche Liste zusammenstellen möchte, dass man dies anhand einer seriösen Datengrundlage macht……..

    Ich verstehe nicht, inwiefern die “Authorities” bei Technorati in dieser Hinsicht aussagekräftig sein sollen? Diese Unterstellung würde nur zutreffen, wenn Technorati das einzige Social-Bookmarking-System wäre.

    Ich habe hierzu noch einmal recherchiert und mir weitere Gedanken gemacht:
    Kann man “gute” Wissenschaftsblogs “messen”? Welche “Messinstrumente” gibt es im Web 2.0?


  9. Marc | Wissenswerkstatt // 22. März 2008 | 19:08:

    @strappato:

    Ja, wenn ich mir mein Blogmeßsystem selbst basteln dürfte/könnte, sähe das auch ein klein wenig anders aus als “Technorati”. Mich muß man diesbezüglich nicht mehr belehren und ich habe von vornherein auf die Bezugsgröße hingewiesen. Aber wie schon zigfach betont: es gibt keine vernünftigen Alternativen. Es ist unmißverständlich angegeben, worauf sich die Liste bezieht und damit für alle Leser transparent.

    Die andere Frage, wo und wie Blogs wahrgenommen werden, ist natürlich hochspannend und bedürfte detaillierterer Diskussion. Denn klar: die Reichweite der allermeisten Blogs ist sehr begrenzt. Das große Massenpublikum nimmt kaum Notiz – die Frage ist, welche Intention die einzelnen Blogger antreibt. Da mag es für den einen reichen, wenn er seine kleine Nische in der Blogosphäre gefunden hat, der andere möchte auch von relevanten Akteuren außerhalb wahrgenommen werden. Beides ist möglich – doch hat das direkt was mit der obigen Rangliste zu tun?

    @Monika:

    Ich habe klargestellt, was diese Rangliste bezwecken soll. Für weitergehende etymologische Erörterungen des Chartsbegriffs fühle ich mich nicht zuständig.

    Da hier immer die Analogie mit den Musikcharts bemüht wird – eine kleine Randbemerkung: ich gehöre zu den Zeitgenossen, die in den Musik-Top-Ten keinesfalls die “Besten” vermutet. Insofern finde ich diesen ständigen Vergleich nicht sehr zielführend.

    Zu den weiteren Anmerkungen im verlinkten Artikel kann ich nur feststellen, daß ich mich außerstande sehe, darauf zu antworten. Was sollen all die subtilen Unterstellungen, Vermutungen, aufgeworfenen Fragen und ironisch daherkommenden Seitenhiebe? In verschwörerischem Grundton wird hier eine Schule des Verdachts zelebriert, die ganz nebenbei den Bloggern auf der Liste illegitime Praktiken unterstellt.

    Tut mir leid: ich halte ein solches Pamphlet für überflüssig und fast schon boshaft. Es rückt diejenigen, die sich auf der Liste befinden in ein zweifelhaftes Licht und verdächtigt sie recht unverhohlen manipulativer Strategien, um ihre Blogs bei Technorati nach vorne zu bringen. Dagegen möchte ich mich eindeutig verwahren.

    Kleine Schlußbemerkung:
    Liebe Monika Armand, die Angewohnheit einzelne Blogposts beliebig zu erweitern, zu verändern und wieder zusammenzustreichen, ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern gerade im wissenschaftlichen Blogkontext höchst ärgerlich.


  10. strappato // 22. März 2008 | 20:00:

    Klar hat das was mit der Rangliste zu tun. Wissenschaftsblogs sind Nischen. Eine hohe “Authority” zeigt den Erfolg in einer Nische – der (Wissenschafts)blogs-Szene, aber es gibt noch andere Nischen.

    Ich habe irgendwas mit knappe 70 auf technorati. Wenn ich jetzt meine Kommentare öfter mit meinem blog verlinken würde, könnte ich innerhalb der blogs mehr Aufmerksamkeit bekommen und dadurch mehr “Authority” – ich denke wäre kein Problem. Würde mir aber nicht weiterhelfen, ausser des Risikos von ungewollten Kommentaren auf meinem blog. Ich weiss, wen ich ansprechen will, das klappt auch ganz gut – merke ich an unique-visits, den IPs, direkten Feedback per E-Mail oder auch an den bisher drei “Anwaltskontakten”. Nur wird sich das nie in “Authority” oder andern “Blogger-Kuschel-Listen” niederschlagen.

    Die Diskussion, die zur Zeit in der “Wissenschaftsblog”-Szene geführt wird, über Sinn, Rankings, Zielgruppen, Awareness, usw. hat die “Blogosphäre” schon vor 3-4 Jahren geführt. Gleiche Argumente, mit vergleichbaren unbefriedigenden Ergebnis.

    daher spricht nichts gegen technorati, weil es eben kein “Social bookmark-System” ist.


  11. Monika // 23. März 2008 | 11:26:

    @ Marc
    Offenbar gehen da die Meinungen auseinander. Zunächst wirfst Du hier gepostete Kommentare und meinen Beitrag durcheinander.

    Damit musst Du leben, dass es immer wieder unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt…..insbesondere, wenn Du selbst munter andere kritisierst wenn es um oberflächliche wissenschaftliche Analysen geht…

    Nun tut das mal jemand anders mit Deiner Analyse und schon verlässt Du dann die sachliche Ebene und wechselst in den persönlichen Angriff?

    Hier nach dem Motto zu verfahren “Angriff ist die beste Verteidigung” und eine andere Meinung als “boshaft” zu bezeichnen geht an der Sache vorbei.

    Wenn Du Dich nicht sachlich auseinandersetzen willst, o.k., warum nicht. Aber persönlich zu werden, wenn die Argumente ausgehen…na ja.


  12. kerstin // 26. März 2008 | 08:23:

    Klar ist, dass es tatsächlich derzeit keine wirklichen Alternativen zu technorati gibt. technorati fände ich schon ok, wenn es das messen würde, was sie zu messen behaupten und die technischen Voraussetzungen stimmen würden. Meiner Auffassung nach tun sie das allerdings nicht. Wer sich mal im Diskussionsbereich von technorati getummelt hat wird feststellen, dass viele arge Probleme haben dort überhaupt gelistet zu werden. Das ist das erste. Das zweite ist, dass es – wenn dann endlich mal ein technorati-Mitarbeiter den Blog manuell eingetragen hat – gravierende Probleme beim Pingen gibt und zahlreiche Blogger es schlicht aufgegeben haben ihre Zeit damit zu verschwenden. Das heißt, dass die ganze Basis der Daten schwer hinkt.

    Es geht also noch nicht einmal um die Frage, ob ein Blogger nun bei technorati gelistet werden möchte. Dies würde implizieren, dass der Blogger eine Wahl hätte. Diese Wahl besteht aber nicht, so lange die technorati-Registrierungen technisch nicht einwandfrei funktionieren.

    Sollte technorati dereinst diese Probleme mal in den Griff bekommen haben wäre der Grundstein zu einem Messverfahren gelegt.

    Wer sich – aus welchen Gründen dann und wirklich erst dann nicht kümmert – wird schwerlich maulen können.


  13. Monika // 26. März 2008 | 18:02:

    @ Kerstin
    Sollte technorati dereinst diese Probleme mal in den Griff bekommen haben wäre der Grundstein zu einem Messverfahren gelegt.

    Wurden die in 2006 außerdem festgestellten Mängel (60% gefakte Pings, 9% Blogspams) bereits abgestellt?
    Zahl der Blogs verdoppelt sich alle 5 Monate
    Entlassungen bei Technorati

    Dann wäre der Grundstein gelegt……
    aber nur für diejenigen Blogger, welche ihre Blogs auch tatsächlich bei Technorati listen und listen wollen ;-)


  14. Marc // 26. März 2008 | 19:08:

    @Kerstin:

    Sicher ist, daß kein Dienst fehlerfrei arbeitet. Ich bezweifle gar nicht, daß man viele verärgerte User von Technorati finden kann – aber angesichts der vielen Millionen Blogs, die zuverlässig “gehändelt” werden, hat das nicht solche Auswirkungen, daß die Datenbasis wirklich als unzuverlässig bezeichnet werden könnte.

    Zum zweiten Punkt: Falls es Probleme gibt, den eigenen Blog bei Technorati einzutragen, dann biete ich gerne meine Hilfe an. Was die Link-Rangliste der Wissenschaftsblogs angeht, so sind aber ganz offensichtlich alle Blogs, die mehr als 30 Links in den letzten 6 Monaten erhalten haben, dort aufgeführt. Konkrete Hinweise auf vielverlinkte Blogs mit Technorati-Problemen nehme ich gerne entgegen.

    @Monika:

    Ich nehme die beiden verlinkten Artikel zur Kenntnis, kann aber nur resigniert feststellen, daß das alles nichts mit der Rangliste der Wissenschhaftsblogs zu tun hat.

    Denn im ersten Artikel ist zu lesen, daß im Februar 2006 (sic!) bei Technorati rund 60% der ankommenden Pings von Spamquellen stammten. Nur: solche Pings werden doch von Technorati längst zuverlässig aussortiert! Außerdem haben wir März 2008!

    Jeder Blogger, der seinen Blog selbst auf einem Server hostet, der weiß, daß dort auch ständig Zugriffe von Spambots laufen – gäbe es keine geeigneteten Tools, so würden bspw. auch die Kommentare hier im Wissenschafts-Café vor Spam überquellen. Tun sie aber nicht, es gibt Programme die das filtern – ähnliches hat natürlich Technorati gegen diese unerwünschten Pingwellen an Bord.

    Was also interessiert diese angestaubte Info in unserem Zusammenhang? Genauso verhält es sich mit den 9% an Linkfarmen – was hat das mit unseren Wissenschaftsblogs zu tun? Rein gar nichts – es ist für jedermann nachprüfbar, woher die durch Technorati aufaddierten Links stammen! Tun wir doch bitte nicht so, als sei Technorati ein schwarzes Loch, das quasi-zufällig generierte oder zumindest durch Manipulationen verzerrte Ergebnisse ausspuckt!!!

    Daß bspw. bei meinem Blog eine handvoll (!) Links gezählt werden, die eher obskurer Natur sind, gebe ich zu. Dafür werden ungefähr genausoviele Links, die von denkenden Menschen gesetzt wurden, nicht berücksichtigt.

    Ergo: Technorati ist nicht perfekt. Der Dienst ist prinzipiell manipulierbar – aber: für die deutschsprachigen Wissenschaftsblogs spielt das keine Rolle! Keiner der Blogger versucht zu manipulieren (das wäre zu rekonstruieren!) und die Werte können überprüft werden. Würden wir gemeinschaftlich alle fraglichen Links zusammenzählen, so kämen wir auf ein Ergebnis, das maximal 5% von den Technorati-Werten abwiche! Wer hier anderes behauptet, soll bitte den jeweiligen Blog konkret benennen.

    Außerdem möchte ich anmerken, daß alle wissenschaftlichen Blogs, die mir bekannt sind und die überhaupt im Verdacht stehen über die fragliche Linkquote zu verfügen, auch durch Technorati erfasst werden. Wenn ich einen Blog vollkommen übersehen habe, dann bitte ich um einen Hinweis – aber hier zu suggerieren, daß eine nennenswerte Anzahl Blogs von vonherein durchs Sieb fallen, ist vollkommener Unsinn und alles andere als hilfreich.


  15. Kerstin // 27. März 2008 | 08:54:

    “aber hier zu suggerieren, daß eine nennenswerte Anzahl Blogs von vonherein durchs Sieb fallen, ist vollkommener Unsinn und alles andere als hilfreich.”

    Mein Kommentar bezog sich allgemein auf Blogs und technorati, nicht speziell auf Wissenschaftsblogs.

    Trotz aller Vorbehalte gegenüber technorati bin ich dennoch der Auffassung das weiter zu beobachten, um zu schauen wie sich das weiterentwickelt.

    Was mich ja schon auch interessiert ist mit einem Backlink-Checker (die entsprechende google-Funktion ist leider völlig ungeeignet dafür) mal zu schauen, wie die oben gelisteten besten zwanzig generell verlinkt sind. Ich habe bloß diese Woche keine Zeit das zu tun und bin derzeit zeitlich etwas sehr ohne Luft. Falls ich kommende Woche mehr Zeit habe schau ich mir das aber mal an. Das ist natürlich auch so lá lá und die Frage ist, ob man da wirklich eine Beliebtheit misst oder ob man misst, wie sehr sich die jeweiligen Blogger selber um Verlinkung bemühen, wie aktiv Kommentare in anderen Blogs geschrieben werden …. überhaupt wissen, wie man das macht (da wäre man dann fast schon im Online Marketing), Zeit genug haben, die Themen überhaupt generell interessant sind usw usw. Einen Teil könnte man sicher schlicht abfragen. Du kannst Dich ja mal melden, wenn das von Interesse ist.


  16. Fischer // 31. März 2008 | 01:01:

    Was habt ihr eigentlich alle? Es ist halt ein Blogranking, und jeder weiß, dass Blogrankings ebenso beliebt wie beliebig sind. Da braucht man nicht noch groß drüber zu diskutieren.

    Gerade die Wissenschaftsblogs sind doch untereinander sowieso nicht vergleichbar, egal, ob man nun ne zuverlässige Maßzahl hat oder nicht. Mehr als ganz grobe qualitative Aussagen (z.B. dass Kamenin und ich vergleichbare Resonanz haben) ist eh nicht drin. Und auch nicht sinnvoll.


  17. Fischer // 31. März 2008 | 07:56:

    Zum Thema undurchschaubares Technorati kann ich übrigens gerade heute den Umstand beisteuern, dass meine Authority seit gestern abend ohne ersichtlichen Grund um zehn gestiegen ist.


  18. Marc // 31. März 2008 | 19:09:

    Hinweis:
    Anonyme Kommentare sind hier fehl am Platz. Jeder ist eingeladen im Wissenschafts-Café seine Meinung zu artikulieren. Allerdings sehen die Hausregeln vor, daß man mit seinem Namen dazu stehen sollte.


  19. Monika // 1. April 2008 | 17:05:

    @ Fischer
    “Es ist halt ein Blogranking, und jeder weiß, dass Blogrankings ebenso beliebt wie beliebig sind”

    Genau das wollte ich gesagt haben, nicht mehr und nicht weniger ;-) Wem die Beliebigkeit gefällt, soll sich daran erfreuen. Ich habe halt damit meine Probleme weil ich mich im Studium – dank Wahlfach – mit Wissenschaftstheorie, Statistik und Diagnostik ständig auseinandersetzen durfte. Das prägt eben. Und so hat jede Beliebigkeit für mich, wenn sie in Verbindung mit Wissenschaft gebracht wird, auf gut schwäbisch “halt a Gschmäkle”.


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    Ein Jahr Fischblog – und wozu das alles?…

    Nun ist es also soweit: Vor genau 365 Tagen ging der erste Beitrag des Fischblog online.[1] Seither ist, das kann man wohl so sagen, ziemlich viel passiert, und deswegen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eine kurze Bilanz zu ziehen.
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  • […] Seit März 2008 gibt es drüben im Wissenschafts-Café eine Rangliste wissenschaftlicher Blogs, die auf der Anzahl der Verlinkungen basiert. In den letzten Monaten haben die Charts – aus verschiedenen Gründen – an Aussagekraft verloren. Die steigende Popularität von Twitter ist ein Faktor, aber ist es der einzige Grund? […]

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